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WSV – Fachstelle Maschinenwesen Nord beim WSA Kiel-Holtenau

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist u.a. zuständig für ingenieurmäßige Planung, Entwurf und Abwicklung von Neubaumaßnahmen von Wasserfahrzeugen und Spezialschiffen. Auf dem Gebiet der Anlagentechnik (Schleusen, Wehre, Sperrwerke, bewegliche Brücken) und der Nachrichtentechnik werden Maßnahmen für die Wasser- und Schifffahrtsämter abgewickelt. Für die betriebliche Kommunikation wird entlang der Küste ein eigenes Kommunikationsnetz, das Verkehrstechnik Betriebsnetz (VT-BN), betrieben und weiter ausgebaut. Darauf finden betriebliche Übertragungsdienste, Kommunikations-, Pegeldaten- und IT-Datendienste ihre Anwendung.

Die Volavis GmbH entwickelte eine Webapplikation zur Unterstützung von Verwaltungsvorgängen in diesem Umfeld. Im SMV-Toolsystem (System Maritime Verkehrstechnik) können sämtliche Vorgänge und Arbeiten gespeichert werden, die zum Betrieb und zur Instandhaltung der technischen Ausrüstung des Auftraggebers erforderlich sind.

Innerhalb dieses Toolsystems, das aus einer Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen besteht, wird das Modul „Auftragsmanagement“ von der Volavis GmbH bearbeitet. So sehen die Schnittstellen des Moduls Mechanismen zum Single-Sign-On ebenso vor wie eine Schnittstelle zu einem GIS-Modul, mit Hilfe dessen eine Darstellung von Terminen und Aufträgen mit ihrem jeweiligen örtlichen Bezug in der Kartenansicht erfolgt.

Die Verwaltungsvorgänge im „Auftragsmanagement“ beinhalten insbesondere die terminliche Koordination der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten und die Nachverfolgung der Abarbeitung dieser Vorgänge. Zu jedem Vorgang können die betroffenen Dienste, Gelände, Gebäude und Komponenten inklusive ihrer Dokumentation verknüpft werden. Über die Oberfläche können die Arbeitsaufträge erfasst werden und der Bearbeitungsstatus jederzeit sichtbar gemacht werden. Ein Berechtigungskonzept verhindert, dass Daten von Unbefugten eingesehen bzw. verändert werden können. Für Vorgesetzte bzw. Administratoren bestehen Möglichkeiten zur Auswertung und Analyse der bearbeiteten Fälle (Export als CSV oder XML). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Dateianhänge (Fotos, Skizzen etc.) an Aufträge anzuhängen. Über eine Schnittstelle zu Mobilgeräten können Mitarbeiter von jedem Ort aus auf die Software zugreifen.

Die Weboberflächen und ihre Einbindung in das Gesamtsystem wurden mit dem Google Web Toolkit realisiert. Das Server-Backend ist in Java entwickelt worden.

Im Laufe des Projekts wurden Anforderungen mehrfach geändert, da sich u.a. die Organisationsstrukturen beim Auftraggeber geändert haben. Dies führt bei Festpreisprojekten oft zu Mehraufwänden beim Auftraggeber. Die Volavis GmbH hat auf diese Änderungen flexibel reagiert und z.B. Anforderungen aus dem Grundlagenvertrag gegen neue Anforderungen „getauscht“ und somit Mehrkosten vermieden.